1807, August 5

Einsegnung des Friedhofs an der heutigen Johannesstraße

Der Friedhof an der heutigen Johannesstraße wird eingesegnet. Zukünftig sind Bestattungen auf dem Kirchhof um die St. Servatiuskirche , wie seit der Gründungszeit der Stadt üblich, verboten. Mit der Gründung einer evangelischen Gemeinde 1829 dient der Friedhof als Ruhestätte für die Verstrobenen beider christlicher Konfessionen.

Zur Anlage eines neuen Friedhofes vor den Mauern der Stadt wird 1807 die Benutzung des "Johannisbüngertchen", eines der Gemeinde gehörenden Grundstückes an der "Kluchtkapelle", vorgeschlagen, das nicht beackert, noch urbar ist und dazu kein Geld kostet. Die Kapelle ist "mitten drin auf einer Anhöhe gebaut. Der Platz hat die vorgeschriebene Größe und verordnungsmäßige Eigenschaft, weit genug von den Wohnungen entfernt, liegt er in freier Sicht und ganz im Mittelpunkt der pfarrangehörigen Ortschaften." ... Vor der Einsegung beanstandet Pfarrer Zopus, daß der Friedhof noch nicht verschlossen, nur von einem einfachen Abzeichnungsgraben umgeben sei und das Vieh ungehindert hinein kann. Er fordert nach geltenden kirchlichen Bestimmungen vor der Belegung die Anlage einer Mauer oder Hecke, wodurch der freie Zutritt des Viehes besonders der Schweine wegen der nahebei liegenden Häuser der Aulgasse verindert wird. Maria Geimer: Der alte und der neue Friedhof in Siegburg. In: Heimatblätter des Siegkreises, 20. Jg., Heft 65, Juli 1952


Zeichnung von Adolf Wegelin, um 1850. Als Vordergrund für seine Stadtansicht wählt der Maler den romantischen Blick über den Friedhof, links angeschnitten die Kapelle. Das Bild zeigt die Ende 1847/Anfang 1848 errichtete Toranlage, immer noch fehlt jede Umfassungsmauer, worüber die Siegburger Bürger noch weitere gut 10 Jahre klagen. Erst dann bekommt der Friedhof eine abschließende Gestaltung mit einer gemauerten Einfassung (Bild-ID: 11347)
Zeichnung von Adolf Wegelin, um 1850. Als Vordergrund für seine Stadtansicht wählt der Maler den romantischen Blick über den Friedhof, links angeschnitten die Kapelle. Das Bild zeigt die Ende 1847/Anfang 1848 errichtete Toranlage, immer noch fehlt jede Umfassungsmauer, worüber die Siegburger Bürger noch weitere gut 10 Jahre klagen. Erst dann bekommt der Friedhof eine abschließende Gestaltung mit einer gemauerten Einfassung (Bild-ID: 11347)
Ansicht von C. Hohe, Siegburg von Norden, 1850. Auf der Ansicht scheint es, als ob die links im Bild liegende Kapelle, die Nepomukkapelle auf dem Friedhof an der heutigen Johannesstraße, von der Stadtmauer mit umschlossen wird, was nicht stimmt (Bild-ID: 11265)
Ansicht von C. Hohe, Siegburg von Norden, 1850. Auf der Ansicht scheint es, als ob die links im Bild liegende Kapelle, die Nepomukkapelle auf dem Friedhof an der heutigen Johannesstraße, von der Stadtmauer mit umschlossen wird, was nicht stimmt (Bild-ID: 11265)
Der Blick des Malers Adolf Wegelin, aufgenommen im September 2010
Der Blick des Malers Adolf Wegelin, aufgenommen im September 2010
Eine Zeichnung der Toranlage, wie man sie auf dem Bild Adolf Wegelins erkennen kann, befindet sich in einer alten Akte, Best. 1, Akten-Nr. 568. Sie stammt aus dem Jahre 1847 und trägt die Aufschrift: "Kosten-Anschlag über den Antrag von 4 gemauerten Thorpfeilern an Kirchhofe bei Siegburg. Mit Bezugnahme auf die untenstehende Handzeichnung"
Eine Zeichnung der Toranlage, wie man sie auf dem Bild Adolf Wegelins erkennen kann, befindet sich in einer alten Akte, Best. 1, Akten-Nr. 568. Sie stammt aus dem Jahre 1847 und trägt die Aufschrift: "Kosten-Anschlag über den Antrag von 4 gemauerten Thorpfeilern an Kirchhofe bei Siegburg. Mit Bezugnahme auf die untenstehende Handzeichnung"

Dieser kleine, unscheinbare Grabstein, im linken Feld unterhalb des Kapelleneingangs dicht am Weg stehend, trägt eine hoch interessante Inschrift: "Katharina Reuter Siegburg geb. 24. Nov. 1803 gest. [unleserlich] als die Erste auf diesem Gottesacker beerdigt 2. 7ember [September] 1807"
Dieser kleine, unscheinbare Grabstein, im linken Feld unterhalb des Kapelleneingangs dicht am Weg stehend, trägt eine hoch interessante Inschrift: "Katharina Reuter Siegburg geb. 24. Nov. 1803 gest. [unleserlich] als die Erste auf diesem Gottesacker beerdigt 2. 7ember [September] 1807"