1957, März 17

Weihe der Kirche St. Josef auf dem Brückberg

Am 17. März 1957 wird die Kirche St. Joseph nach nur einjähriger Bauzeit auf dem Brückberg geweiht. Der Entwurf eines ganzen Pfarrzentrums mit Kirche, Pfarrhaus, Kaplans- und Küsterwohnung, mit Kindergarten und Pfarrheim stammt vom Kölner Architekten Stefan Leuer. Er entwirft die Kirche als massiven Backsteinbau in Zeltform mit frei daneben stehendem, runden Glockenturm. 1992 wird St. Joseph als erhaltenswert in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

"Man muß von der modernen Zweckhaftigkeit der Kirche ausgehen", sagt Pfarrer Heppekausen, der auf dem Brückberg in Siegburg ein ganz in unverputztem Ziegelstein und Waschbeton erbautes Gotteshaus stehen hat. "Der moderne Kirchenraum muß gemeinschaftsbildend sein. In unserer Kirche gibt es keine Säulen. Sie ist mit einem Blick überschaubar. Hier ist kein Platz für individuelle Frömmigkeit. Das Volk in der Demokratie bringt das Meßopfer dar durch seinen Priester. Deshalb steht auch bei uns der Altar als schlichte Mensa im weiten Halbkreis der großen Apsis, und der Prister steht beim Meßopfer mit dem Gesicht zur Gemeinde. Das Geschehen am Altar soll vom Volk umfaßt und eingeschlossen werden, das das heililge Gottesvolk ist. Deshalb ist der Altar auch nur ein wenig erhöht." Pfr. Kaspar Heppekausen: Frömmigkeit auch in Beton und Stahl? Kölner Stadt-Anzeiger, 13./14. April 1963.


Im Bau, Frühjahr 1957 (Bild-ID: 6552)
Im Bau, Frühjahr 1957 (Bild-ID: 6552)
Blick vom nach unbefestigtem Adolf-Kolping-Platz, 1958 (Bild-ID: 6569)
Blick vom nach unbefestigtem Adolf-Kolping-Platz, 1958 (Bild-ID: 6569)
Das neue Gemeindezentrum auf dem Brückberg, 1960 (Bild-ID: 6561)
Das neue Gemeindezentrum auf dem Brückberg, 1960 (Bild-ID: 6561)
Der von Pfarrer Heppekausen beschriebene, schlichte Innenraum, 1957 (Bild-ID: 6562)
Der von Pfarrer Heppekausen beschriebene, schlichte Innenraum, 1957 (Bild-ID: 6562)