1840, April 7

Beginn der Industrialisierung durch einen ersten Grundstückskauf des Kölner Fabrikanten Christian Gottlieb Rolffs, Inhaber der Kattundruckerei und -Färberei Rolffs & Cie.

Im Jahre 1839 kam der Kölner Fabrikant Christian Gottlioeb Rolffs auf der Suche nach einem größeren Fabrikgelände für seine im Aufschwung begriffene Firma nach Siegburg. Hier fand er ausreichend freies Gelände vor den Toren der Stadt in der „Höhnerlaach“, wie der alte Flurnamen für das heutige Siegfeld heißt und konnte, als Startschuss zur Umsiedlung, am 7.4.1840 den ersten Grundstückskauf tätigen.

Auch damals machte man sich Gedanken zum Umweltschutz. Einen Teil der Grundstücksflächen hatte der Firmengründer von der damals in den Gebäuden der aufgelösten Abtei auf dem Michaelsberg untergebrachten Preußischen Irrenheilanstalt erworben. Dessen Leiter, der Königliche Medizinalrat Dr. Maximilian Jacobi, setzte folgende Verpflichtungserklärung durch:
„Herr Rolffs verpflichtet sich der Irrenheilanstalt gegenüber, schädliche Stoffe oder mit schädlichen Stoffen vermischtes Wasser weder direkt noch indirekt in den Mühlengraben zu bringen, vielmehr dergleichen Stoffe, so wie das damit vermischte Wasser mittels Senkgraben, oder auch auf andere Zweck entsprechende Weise zu beseitigen.“
Andrea Korte-Böger: Die Kattunfabrik. In: Denkmalschutz in Siegburg Bd. 3, Siegburg 1996, S. 18 ff.


Der Firmengründer Christian Gottlieb Rolffs
Der Firmengründer Christian Gottlieb Rolffs
Stoffproben aus der Produktion der Gründungszeit
Stoffproben aus der Produktion der Gründungszeit
Briefkopf mit Bild des Firmenareals, um 1885
Briefkopf mit Bild des Firmenareals, um 1885