1935, März 28

Erhebung des Priorats St. Michael zur Würde einer Abtei

Nach der Wiederbesiedlung der Abtei 1914 in der Rechtsstellung als Priorat wird die Abtei wieder in die Rechte der alten, 1064 gegründeten, Abtei eingesetzt.

Zunächst versuchte man die Anerkennung der Rechtsnachfolge der alten Abtei zu erhalten. An Dokumenten wurden beigelegt: Ein Auszug aus den Parrbüchern der Dreifaltigkeitspfarrei in Düsseldorf-Derendorf. Dort war am 13. Juli 1845 der letzte Mönch der alten Abtei, Franz von Büllingen, gestorben. Dies war notwendig zum Beweis, daß kirchenrechtlich noch keine Verjährung, die 100 Jahre beträgt, eingetreten war. ... traf Anfang April ein vom 28. März 1935 datiertes Dekret des Generalabts Maurus Etcheverry ein, in dem bestimmt wurde, dass das Priorat des heiligen Erzengels Michael und der heiligen Märtyrer Mauritius und seiner Gefährten in Siegburg zur Würde einer Abtei erhoben werde. Wunibald Weber+, Mauritius Mittler OSB: Die Geschichte der Abtei Michaelsberg in Siegburg seit ihrer Wiederbegründung im Jahre 1914. In: Heimatbuch der Stadt Siegburg, Bd. 2, 1967, S. 25 ff.


Blick auf die Abtei, rechts im Bild die im Zweiten Weltkrieg zerstörte evangelische Stadtkirche, um 1930
Blick auf die Abtei, rechts im Bild die im Zweiten Weltkrieg zerstörte evangelische Stadtkirche, um 1930
Blick in die Abteikirche, um 1935
Blick in die Abteikirche, um 1935
Der Konvent 1935, in Bildmitte der im selben Jahr zum Abt gewählte P. Ildefons
Der Konvent 1935, in Bildmitte der im selben Jahr zum Abt gewählte P. Ildefons