1854, Okotber 22

Einweihung der neuen Synagoge durch den Bonner Oberrabiner Dr. Auerbach

Die neue Synagoge, im Gebiet des heutigen Platzes Am Brauhof gelegen, wird durch den Bonner Oberrabiner, Dr. Aaron Auerbach eingeweiht.

Das Ende der knapp hundert Jahre alten Siegburger Synagoge brachte der frühe Morgen des 10. Novembers 1938. In der Nacht, die bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrunderts allgemein den Namen „Reichskristallnacht“ trug, für die sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit aber immer mehr der Name „Reichspogromnacht“ oder „Novemberpogrom“ einbürgert, um sich mit der Namensgebung aus der Zeit des Geschehens abzusetzen1, brannte auch die Siegburger Synagoge in der Holzgasse bis auf die Außenmauern ab.
Die Lage der Synagoge in der Holzgasse
Der Baukörper, ein dunkler Ziegelsteinbau mit Satteldach und seitlichen Rundbogenfenstern, lag in zweiter Reihe hinter der Wohn- und Geschäftshausbebauung der Holzgasse, dort, wo heute der Gedenkbrunnen im Kreuzungspunkt „Am Brauhof“ steht. Von Gärten völlig eingeschlossen, war er nur durch eine enge Gasse von vorne, d.h. von der Holzagsse aus, zu erreichen. Die Lage brachte es mit sich, dass ihr äußeres Erscheinungsbild lange Zeit als nicht überliefert galt.
Bernhard Böger, Andrea Korte-Böger: Die Siegburger Synagoge im Stadtbild. In: Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises 78. Jahrgang 2008, S. 96 ff.


Lageplan der Synagoge und der angrenzenden Bebauung in der Holzgasse, Plan 1898
Lageplan der Synagoge und der angrenzenden Bebauung in der Holzgasse, Plan 1898
Siegburg von Norden, Sepia Zeichnung Adolf Wegelin, um 1845. In Bildmitte überragt die neue Synagoge mit ihren Rundbogenfenstern knapp die schadhafte Stadtmauer.
Siegburg von Norden, Sepia Zeichnung Adolf Wegelin, um 1845. In Bildmitte überragt die neue Synagoge mit ihren Rundbogenfenstern knapp die schadhafte Stadtmauer.
Blick auf den Thoraschrein in der Siegburger Synagoge, 1900
Blick auf den Thoraschrein in der Siegburger Synagoge, 1900
Stadtansicht auf den Michaelsberg, um 1910, in Bildmitte erkennt man das kompakte, dunkle Ziegelsteingebäude der Synagoge, im Vordergrund der alte Friedhof.
Stadtansicht auf den Michaelsberg, um 1910, in Bildmitte erkennt man das kompakte, dunkle Ziegelsteingebäude der Synagoge, im Vordergrund der alte Friedhof.