Stadtentwicklung

Die Entwicklung Siegburgs nahm ihren Ausgang von der Gründung der Abtei auf dem Michaelsberg. Ein kleines Gemeinwesen begann am Fuße des Berges zu wachsen. Nach 200 Jahren baute man eine Stadtmauer, nach weiteren 200 Jahren musste der Stadtmauerring erweitert werden, nach gut 400 Jahren riss man alles wieder ab. Andere Entwicklungen begannen, blieben erhalten, wurden ersetzt, veränderten sich - kurz, die Stadt, das Stadtbild ist von Entwicklungen geprägt und gezeichnet, und das Bild wird niemals fertig sein. Hier erfahren Sie alles zur spannenden Entwicklung der Stadt.

1064

Gründung der Benediktinerabtei St. Michael

Erzbischof Anno II., der Heilige, gründet um 1064 die Benediktinerabtei St. Michael auf dem Siegberg.
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1069

Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrecht für die Siedlung am Fuße des Berges durch Kaiser Heinrich IV. an die Abtei St. Michael

Nach der Klostergründung ist die nächste Sorge des Stifters, Erzbischof Anno II., die dazugehörige, im Entstehen bestehende Stadt zu fördern. So bewirkt er 1069, dass den Äbten die Regalien des Marktes, des Zolls und der Münze durch König Heinrich IV. verliehen werden.
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1071

Verleihung der Gerichtshoheit an die Abtei über ihrem Bannbezirk

Die Abtei erhält durch eine Urkunde König Heinrichs IV. die Gerichtshoheit über ihren Bannbezirk zum Schutzes des Marktes zu Siegburg.
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1182

Fiktives Datum zur Fertigstellung / zum Bau der Stadtmauer

1182 Siegburg wird in den Urkunden erstmalig als "oppidum" = Stadt bezeichnet. Damit kann vom Vorhandensein, wenn auch vielleicht teilweise noch im Bau, der Stadtmauer ausgegangen werden.
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1384

Urkundliche Ersterwähnung der Aulgasse

In den Urkunden von Stadt und Abtei Siegburg wird der Töpfervorort "Aulgasse" erstmals benannt.
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1840, April 7

Beginn der Industrialisierung

Der Kölner Fabrikant Christian Gottlieb Rolffs beginnt mit dem Bau einer Kattundruckerei auf dem Gelände des heutigen Siegwerks.
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1863, Februar 3

Genehmigung zum Abriss der Siegburger Stadtbefestigung durch die preußische Regierung

Nach mehrjährigem Drängen genehmigt die preußische Regierung der Stadt Siegburg die Niederlegung der aus dem Mittelalter stammenden Stadtmauer einschließlich des Mühlen-, Köln- und Holztores.
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1914, April 1

Freigabe des Michaelsberges für die Öffentlichkeit

Nach der Aufhebung des Zuchthauses und dem Abtransport der letzten Gefangenen am 26. März 1914 wird der Michaelsberg für die Öffentlichkeit freigegeben.
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1914, Mai 25

Inbetriebnahme der Kleinbahn Siegburg - Zündorf

Die elektrische Kleinbahn quer durch Siegburg, vom Hauptbahnhof startend, über Bahnhofstraße, Markt, Kaiser- und Luisenstraße, nimmt ihren Betrieb auf.
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1936, Dezember 10

Übernahme der leerstehenden Fabrikhallen der Bemberg AG durch die Rheinische Zellwolle AG

Nach mehrmonatigen Verhandlungen verkauft die Bemberg AG das gesamte Werksgelände für 1,43 Millionen Reichsmark an die Rheinische Zellwolle AG.
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1937, Dezember 17

Freigabe der Reichsautobahn - heute A 3 - ,Teilstrecke Köln - Siegburg, für den Verkehr

Im Rahmen einer groß angelegten Propagandafeier wird der Streckenabschnitt Köln - Siegburg dem Verkehr übergeben.
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