Preußische Zeugen

Ab 1815 Kreisstadt in der preußischen Rheinprovinz nimmt Siegburg seit Mitte des Jahrhunderts am allgemeinen Aufschwung im jungen deutschen Kaiserreich teil. Aus dieser Zeit existieren heute im Stadtbild noch Bauzeugen. Historische Ansichten im Bildarchiv des Historischen Archivs der Stadt dokumentieren weitere Zeugen, die heute nicht mehr vorhanden sind. Hier erfahren Sie alles, was Siegburgerinnen und Siegburger in preußischen Zeiten erlebten.

1830

Bau des Königlich Preußischen Zeughauses für das Landwehr Bataillon zu Siegburg in der Kaplaneigasse

Vermutlich um 1830 wird in Siegburg das Zeughaus erbaut, die Baupläne sind undatiert. Das Zeughaus dient als Waffenarsenal der Landwehr, einer militärischen Organisation, in der alle, nicht dem stehenden Heer angehörenden, Männer zwischen 17 und 40 Jahren zusammen gefasst sind.
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1875, Juni 15

Eröffnung der Königlich Preußischen Geschossfabrik in der Gemarkung Haufeld

Mit dem Guss einer 26-cm-Granate wird die Königlich Preußischen Geschossfabrik in der Gemarkung Haufeld eröffnet und nimmt ihre Produktion an Artilleriemunition auf.
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1877, August 18

Enthüllung des Kriegerdenkmals auf dem Markt

Mit einem großen Festakt wird das Kriegerdenkmal auf dem Markt enthüllt, das der Erinnerung der in den Kriegen 1866 und 1870/71 gefallenen Soldaten aus dem damaligen Siegkreis gewidmet ist.
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1907, März 26

Einweihung des neuen Kreishauses am Kaiser-Wilhelm-Platz durch eine Sitzung des Kreistages

Nach nur einem Jahr Bauzeit, nach dem Entwurf und unter der Bauleitung des Kölner Regierungsbaumeisters Carl Moriitz, wird das neue Kreishaus am Kaiser-Wilhelm-Platz mit einer Sitzung des Kreistages eingeweiht.
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1929, Juli

Abriss des aus der Zuchthausnutzung stammenden Zellenflügels auf dem Michaelsberg

Bis zum Ende des Jahres wird der um 1890 an die südliche Gebäudeseite der historischen Abteigebäude angebaute Zellenflügel abgerissen.
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