1991, Januar 5

Ausweisung des Trerichsweiher als Naturschutzgebiet

Mit Inkrafttreten des Landschaftsplans Nr. 7 "Siegburg – Troisdorf – Sankt Augustin" wird der Bereich des Trerichsweihers an der Stadtgrenze zwischen Siegburg und Troisdorf unter Naturschutz gestellt.

Mit Inkrafttreten des Landschaftsplans Nr. 7 "Siegburg – Troisdorf – Sankt Augustin" am 5. Januar 1991 wurde der Bereich des Trerichsweihers an der Stadtgrenze zwischen Siegburg und Troisdorf unter Naturschutz gestellt worden. Das Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 25 Hektar, die von der Bundesstraße B56, der Bahnlinie Siegburg - Troisdorf, der Bundestraße B8 und der Agger begrenzt wird. Kernstück des Naturschutzgebietes (NSG) stellt der ca. 4 ha große Trerichsweiher mit einer Wassertiefe von 0,8 - 3,0 m dar. Er ist von einem nahezu geschlossenen, stellenweise bis zu 25 m breitem Röhrichtgürtel umschlossen, der für viele am Wasser lebende Vogelarten ein ideales Brut- und Rückzugsrevier bietet. Die beiden je ca. 0,25 ha großen und dicht bewachsenen Inseln steigern den ökologischen Wert des Teiches zusätzlich. Der Weiher verfügt über keinen Zulauf. Die Wasserzufuhr erfolgt ausschließlich durch Sicker- und Regenwasser. Bei Kartierungen in den letzten Jahren wurde die ungewöhnlich hohe Zahl von 95 Vogelarten, davon etwa jeweils 40 Brutvogelarten jährlich, in diesem relativ kleinem Gebiet gezählt; viele von ihnen gelten nach der Roten Liste zumindest als „gefährdet“.
In einem Informationsblatt aus dem Jahre 1998 zum NSG Trerichsweiher, herausgegeben durch den Rhein-Sieg-Kreis, heißt es: „ …Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich das NSG Trerichsweiher durch die konsequente Umsetzung der im Landschaftsplan festgesetzten Maßnahmen innerhalb eines Zeitraumes von 7 Jahren zu einem überregional bedeutsamen Lebensraum für zahlreiche wildlebende Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat. Dies ist angesichts der Lage des Gebietes inmitten eines Ballungsraumes besonders bemerkenswert und zeigt deutlich die besondere Bedeutung naturnaher Auenbereiche als lineare, biotopvernetzende Landschaftselemente.“ Andrea Korte-Böger: Von Weihergräbern und Erholungssuchenden. Das Naturschutzgebiet Trerichsweiher. In: Siegburger Blätter Nr. 33, Februar 2012


Blick auf den Trerichsweiher, um 1925. Links im Hintergrund der Wasserturm des ehem. preußischen Feuerwerkslaboratoriums, rechts das Dach des Gefängnisses, heutige JVA an der Luisenstraße.
Blick auf den Trerichsweiher, um 1925. Links im Hintergrund der Wasserturm des ehem. preußischen Feuerwerkslaboratoriums, rechts das Dach des Gefängnisses, heutige JVA an der Luisenstraße.
Der Trerichsweiher, um 1970
Der Trerichsweiher, um 1970
Schilder weisen auf korrektes Verhalten im NSG hin, 1998
Schilder weisen auf korrektes Verhalten im NSG hin, 1998
Der Trerichsweiher, Brutgebiet für mehr als 40 Vogelarten, 1998
Der Trerichsweiher, Brutgebiet für mehr als 40 Vogelarten, 1998

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