1975, 6. November

Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ewald Klett für seine hervorragenden Verdienste für die Stadt und ihre Bürger

Dem ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Ewald Klett verleiht der Rat der Stadt Siegburg in seiner Sitzung am 6.11.1975, zusammen mit Eleonore Keller, die Ehrenbürgerschaft. Die Ehrung findet am 16.12.1975 im Großen Sitzungsssaal des Rathauses statt.

Herr Klett begann sich schon in jungen Jahren politisch und gewerkschaftlich zu betätigen. Seit 1920 gewerkschaftlich organisiert, trat er 1926 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein. 1932 nahm er als gewählter Delegierter der Bezirke Bonn und Siegburg alm letzten Verbandstag des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes teil. Zu jenem Zeitpunkt war er bereits Vertrauensmann bei der Dynamit Nobel AG in Troisdorf. In den Jahren 1933-1945 sah er sich gezwungen, seine politische Betätigung einzustellen, wobei es für ihn selbstverständlich war, die Beziehungen zu seinen Gesinnungsfreunden weiterhin zu pflegen. Hervorzuheben ist, daß er sich aktiv in die Bemühungen um die Rehabilitierung der am 16.9.1933 im sogenannten Siegburger Volkshausprozeß verurteilten und am 24.3.1935 schließlich wieder freigesprochenen Sozialdemokraten einschaltete. Unmittelbar nach Kriegsende war Herr Klett einer der Wiederbegründer des Ortsvereins Siegburg der SPD, dessen Vorstand er seit dieser Zeit angehört, mehrere Jahre als Vorsitzender, seit 1964 als Ehrenvorsitzender. Auch am Neuaufbau der Gewerkschaft im damaligen Siegkreis war er maßgeblich beteiligt. ... Herr Klett gehörte von November 1948 bis Mai 1975 dem Rat der Stadt Siegburg an und war von 1962 bis 1975 stellvertretender Bürgermeister. Pressevermerk der Stadt Siegburg zum Festakt am 16.12.1975


1975 - Klett - Bild 01

Ewald Klett, Portrait anlässlich seines 70. Geburtstags, 1971