1975, 6. November

Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Eleonore Keller für ihre außerordentliche Verdienste um die Stadt Siegburg und ihre Bürger

Eleonore Keller, Mitinhaberin der Siegwerk Farbenfabrik, verleiht der Rat der Stadt Siegburg in seiner Sitzung am 6.11.1975, zusammen mit Ewald Klett, die Ehrenbürgerschaft. Die Ehrung findet am 16.12.1975 im Großen Sitzungsssaal des Rathauses statt.

Eleonore Keller, deren 1968 verstorbener Mann Alfred Keller auch schon Ehrenbürger der Stadt Siegburg war, ist Mitinhaberin der Siegwerke Farbenfabrik. Sie erhielt die höchste städtsiche Auszeichnung unter anderem für kulturelles Engagement. Erinnert sei an die Spenden für die frühere Stadtbücherei, an die Krankenhaus-Bibliothek, an die Abtei. Und für ihr soziales Engagement, seit 1928, so im Deutschen Roten Kreuz und in anderen Organisationen, bei der finanziellen Unterstützung von notleidenden Bürgern und von Organisationen, zuletzt zugunsten des Altenwohnheims am Michaelsberg. ... Bürgermeister Dr. h.c. Adolf Herkenrath legte dar, daß mit diesen beiden Ehrenbürgern eine "große gesellschaftspolitische Breite" abgedeckt werde, hier die Vertreterin einer wichtigen Unternehmerfamilie, "die immer ansprechbar für Stadt, Kirche und Vereine ist", dort ein Vertreter der Arbeitnehmerseite, "der schon 1920 für die Chancengleichheit kämpfte". Herkenrath erinnerte in seiner Festrede daran, daß die Verleihung des Ehrenbürgerrechts "Ausdruck eines gewissen Selbstbewußtseins einer Gemeinde" sei und "Tradition und Bedeutung lebendiger Städte beinhalte". Freiheit und Demokratie wurzelten in der Stadt und in ihren Bürgern, und die Ehrenbürger seien "gleichsam Vorbild für uns alle." Rhein-Sieg-Rundschau vom 17. Dezember 1975