1933, April 6

Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Reichspräsidenten Paul von Hindenburg

Die Stadtverordnetenversammlung verleiht mit einstimmigem Beschluss die Ehrenbürgerschaft an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.

Siegburg, den 20. November 1933. An das Büro des Herrn Reichspräsidenten in Berlin, Wilhelmstraße 73. Die Stadtverordneten-Versammlung hat unter dem 6. April d.Jrs. den Herrn Reichspräsidenten zum Ehrenbürger der Stadt Siegburg ernannt. Die Ehrung hat der Herr Reichspräsident unter dem 12.4. d.Jrs. angenommen. Inzwischen ist die Ehrenurkunde fertiggestellt worden. Zur Aufbewahrung dieser Ehrenurkunde ist eigens eine Urne aus Siegburger Ton nach dem Entwurf eines Siegburger Künstlers hergestellt worden, die Zeugnis ablegen soll von dem Wiederaufleben einer einstmals blühenden Siegburger Keramik. Ich beabsichtige, Ehrenbrief und Hülle dem Herrn Reichspräsidenten persönlich zu überreichen und bitte den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem die Übergabe erfolgen kann. ... - ... Büro des Reichspräsidenten. Der Staatssekretär, Berlin, den 28. November 1933. Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Der Herr Reichspräsident ist in den letzten Monaten Ehrenbürger von über 2000 deutschen Städten und Gemeinden geworden und kann deshalb die Ehrenbürgerbriefe nicht persönlich in Empfang nehmen. Mit bestem Dank für Ihre freundliche Absicht lässt er deshalb Sie auch bitten, von Ihrem Wunsche nach einem persönlichen Besuch Abstand zu nehmen und sich mit der Übersendung der Ehrenurkunde von Siegburg durch die Post zu begnügen. Aus den Akten des Stadtarchivs Siegburg


Schatulle aus Siegburger Ton, gefertigt von Bildhauer und Keramiker Albert Radermacher, Siegburg, zur Aufbewahrung der Urkunde
Schatulle aus Siegburger Ton, gefertigt von Bildhauer und Keramiker Albert Radermacher, Siegburg, zur Aufbewahrung der Urkunde
Ehrenbürgerurkunde für Reichspräsident Paul von Hindenburg
Ehrenbürgerurkunde für Reichspräsident Paul von Hindenburg